Denkmalensemble am Kirchweg
Der Evangelische Kirchhof Nikolassee

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Der Kirchhof – ein Gedenkort für alle Kirchhof

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Jedes Jahr am Volkstrauertag werden Blumen an die Orte des Gedenkens für die Opfer der Gewalt im Ersten Weltkrieg legen und dann auch an den Gedenkort für die Toten des Zweiten Weltkrieges auf dem Kirchhof. Und mit Hilfe von vielen Gemeindeglieder, die beim „Subottnik“ mitgeholfen haben, werden am Ewigkeitssonntag die Wege auf dem Kirchhof im wesentlichen frei von Laub sein. Da ich als Pfarrer auch auf anderen Friedhöfen tätig bin, bin ich in den letzten Jahren immer dankbarer geworden für das, was unsere Mitarbeiter dort leisten.
Wir haben das Sterben und den Tod zum einen verdrängt, es findet meist fernab von uns in Krankenhäusern statt. Zum anderen haben wir hilfreiche Formen des Umgangs mit dem Tod vergessen.
Deshalb möchte ich uns einiges in Erinnerung rufen. Wenn jemand im Sterben liegt, kann man den Pfarrer rufen, der mit allen noch einmal Abendmahl feiert. Es geht da weniger um Abschied, als vielmehr um Stärkung für einen schweren Weg. Es tut uns gut, einen geliebten Menschen, der gestorben ist, auch zu verabschieden. Früher war das Waschen der Verstorbenen eine Aufgabe der Menschen im Dorf. Heute sollten wir wenigstens, wenn jemand zu Hause stirbt, ihn dort ein oder gar zwei Tage feierlich aufbahren und uns von ihm verabschieden. Wie gut war es für alle, wenn wir mit der Familie jemanden ausgesegnet haben und am Totenbett gemeinsam gesungen haben.
Trauer braucht ihre Zeit! Aber dass eine Friedhofsverwaltung sagt, „weil wir nur bestimmte Tage haben, kann die Beerdigung erst nach vielen Wochen stattfinden“, ist nicht gut. Auf unserem Kirchhof wird aus Respekt für die Toten und ihre Hinterbliebenen an jedem Tag beerdigt. Und Trauerfeiern kann es erst recht an jedem Tag geben. Zudem ist es wichtig, dass sie ihren Liebsten das letzte Geleit geben – also auch wirklich den Sarg oder die Urne selber mit tragen. Immer wieder werde ich in den Beerdigungsgesprächen gefragt, ob das denn geht. Und alle, die es dann gemacht haben, waren immer zutiefst berührt und dankbar, dass ich ihnen dazu geraten habe.
Unser Kirchhof ist für alle Menschen da, die hier mit uns gemeinsam leben. Und deshalb können auch Menschen, die leider nicht zu unserer Gemeinde gehören, hier beerdigt werden oder ihre Angehörigen hier beerdigen. Aber es muss eine kirchliche Trauerfeier stattfinden. Den Pfarrer dafür kann man sich aussuchen.
Zudem müssen Sie keine Sorge mehr haben, dass das Grab keiner pflegt und deshalb den schlechten Ausweg einer anonymen Bestattung wählen. Wir bieten Grabstellen an, wo dann nur Rasen wächst, der von dem Kirchhof auch in 15 Jahren noch geschnitten wird, wo der Grabstein einheitlich ist, aber man einen Ort hat, wo man einen Menschen erinnern kann. Zugleich haben wir, wenn man denn schon eine Urnenbeisetzung wünscht, ehemalige Familienstellen, wo wir nur 10 Urnen beisetzen und Sie dann auch, ohne Sorge um die Pflege, den Ort kennen, wo an den geliebten Mensch erinnert werden kann.

Steffen Reiche, Pfarrer in Nikolassee