Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Texte

Texte und Gebete

Ein Gebet zum Durchatmen

O Gott, es gibt vieles, was ich nicht weiß.
Es gibt vieles, was ich nicht durchschaue.
Es gibt vieles, was ich nicht in der Hand habe.

Wenn ich mich ohnmächtig fühle, will ich einmal tief durchatmen
und darauf vertrauen, dass ich nicht das Ganze bewältigen muss,
sondern das tun kann, was mein Part ist.
Wenn ich verunsichert bin, will ich einmal tief durchatmen
und darauf vertrauen, dass ich nicht alleine bin
und dass unsere Weisheit gemeinsam reicher ist.
Wenn ich Angst habe, will ich einmal tief durchatmen
und darauf vertrauen, dass ich nicht aus Gottes Nähe herausfalle,
sondern dass Gottes Geist mir nahe ist.

Was ich weiß, ist: Mein Leben und meine Liebe und meine Würde
reichen so viel weiter als das, was ich leisten oder tun kann.
Was ich sehen kann, ist: Nach jedem Winter kommt der Frühling
und neues Leben wächst aus dem kalten Erdboden.
Was ich kann, ist tief durchatmen und dieser Welt Liebe einflößen,
die sie so dringend braucht.
"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen."

Rev. Dr. Hannah Adams Ingram, Hochschulpfarrerin

Letzte Änderung am: 14.05.2020