Der Literaturkreis trifft sich wieder am Montag, den 19. Januar, um 19 Uhr im Kleinen Gemeindesaal.
Wir haben uns »Das Haus« (2023) von Ilse Helbich ausgesucht. Der Roman ist als Taschenbuch im Droschl Literaturverlag erschienen, hat 144 Seiten und kostet 18 Euro.
Zu ihrem einjährigen Todestag befassen wir uns mit einer österreichischen Autorin, die aus einer erfolgreichen Unternehmerfamilie der Wiener High Society stammt, mit einem einflussreichen Mann nicht glücklich verheiratet war, die ihren Job aufgab, fünf Kinder bekam und erst lange nach ihrer Trennung und Scheidung, mit 80 Jahren, ihren ersten Roman veröffentlicht hat. Sie begreift Schreiben als eine Konfrontation mit sich selbst.
Diese persönliche Note finden wir auch in ihrem Text »Das Haus«: eine feinfühlige und stille autobiografische Erzählung über den Kauf und die Renovierung eines alten, feuchten, baufälligen Hauses in der Wachau in Niederösterreich, die als eine Art »Liebeserklärung« an das Haus verstanden werden kann und den Lesenden die Auseinandersetzung mit Themen wie Heimat, Einsamkeit, der Sehnsucht nach einem festen Ort im Leben und dem Lauf der Zeit ermöglicht. Wie steht es um unsere eigene Akzeptanz von Veränderung? Wie ums »Annähern«, ums »Hineinwachsen« und ums »Entfalten«?
Wir freuen uns auf euch und unseren Austausch im neuen Jahr am Montag, 19. Januar 2026, um 19:00 Uhr im Kleinen Saal (im Gemeindehaus).
Dr. Gyde Pulmer